[Vom Schreiben] Meine Projekte

[Vom Schreiben] Meine Projekte

Vermutlich ist niemanden aufgefallen, dass mal wieder ein Monatsrückblick in diesem rege frequentierten Blog entfallen ist, oder?

Aber wen kümmert’s, die Scheißegal-Haltung ist mir mittlerweile ins Blut übergegangen. Tatsächlich denke ich auch darüber nach, das Bloggen bleiben zu lassen und die Internetaktivitäten weiter einzustellen, denn es macht einfach keinen Spaß mehr hier, im Netz. Andere bringen ihren Blog Woche um Woche in einer neuen Aufmachung mit einem neuen Beitrag, in dem sie sich erklären – ja, du weißt, dass du gemeint bist – raus, die Instagram-App hat mich mit ihrer neuen Aufmachung sowieso verloren, Twitter ist sowieso nur von uninteressanten Kram geflutet (habe vor kurzem erstmal ein paar Leute entfolgt, weil … langweilig … ist aber sicher niemanden aufgefallen, weil ich sowieso Twitterheld total bin!)

Ich habe die letzten Wochen eher mit dem Lesen von Blogs verbracht. Schlafen. Musik hören. Und dem öden Schreiben, mit dem ich meine Umwelt genauso ennuyieren kann wie mich vieles langweilt. Meine Begleiter? Kaffee, Cola/Pepsi, lustige Let’s Reads, ein paar nette Kommentare von Testlesern, ein lustiges FanArt– es ist ein Motivationsloch, das alles erfasst hat. Interessantes? Der Umbau geht weiter, ja – und was ich mit einem gewissen Interesse verfolge, ist Tabeas Blog über ihr Schreiben. Ihr Blog ist der einzige Grund, wieso ich diesen Blogbeitrag schreibe, der die wenigen Leser sicher langweilt und bei so manchen sicher die Idee weckt, dass da Selbstmitleid hinter diesem Post steckt. Nein. Ich habe auch nicht zuviel Twitter gelesen. Das ist pure Unlust.

Aber gut, kommen wir zu dem Teil, der als Titel und Aufhänger diente. Die Dinge, die mich von so wichtigen Aktivitäten wie Blogs kommentieren, Twitter zumüllen, die neusten Serienhits gucken, sozialer Interaktion und so weiter abhalten. Die Vorstellung der Projekte an sich wird knapp ausfallen, da der Gedanke an eine Veröffentlichung nach wie vor besteht und Verlage sehen das nicht gerne, wenn … blablabla, tausendmal gehört, jeder kennt es. In meinem Fall ist das Problem aber eh ein anderes, ich werde es trotzdem so handhaben.

Projekt 1 – Urban Fantasy/Dystopie

Erster Teil fertig, zweiter Teil steht zu großen Teilen. Die ersten Alphaleser haben Feedback geliefert, das meinen Eindruck bestätigt hat. Ich werde das Projekt noch einmal gründlich durchdenken müssen. Die Gedanken hatten mich November 2017 schon ereilt, bevor das erste Feedback überhaupt kam …

Projekt 2 – Fantasy-Krimi

… und ich nahm Projekt 2 in Angriff. Bei diesem Projekt habe ich tatsächlich mal die Schneeflockenmethode versucht; was auch sehr geholfen hat. Richtig durchgestartet mit dem Planen habe ich dann mit dem Erscheinen von Papyrus 9. Es läuft recht gut, auch wenn es sich zu einem kleinen Wortmonster entwickelt – ich habe die Umfangsschätzung von 150.000 Wörter auf 200.000 hochgeschraubt, womit wir bei dem netten Problem sind „200.000 für einen Erstling? Risiko!“, aber ich schreibe erst einmal, dann werde ich weitersehen. Bei dieser Geschichte versuche ich es auch das erste Mal mit Autoren-Coaching und kapitelweise Testlesen. Das klappt ganz gut, ich habe sogar ein FanArt bekommen <3

Projekt 3 – Fantasy

Ja, keine Ahnung. Vermutlich färbt Tabea in ihrer Produktivität ab, auf jeden Fall habe ich vor zwei Tagen einen Versuch mit einem dritten Projekt gestartet. Erstaunlicherweise klappten die ersten sechs Seiten ganz gut und erster Testleser hat einen schönen Kommentar zu diesem „Tex(t)periment“ abgegeben, der mich inspiriert hat. Zumindest, was das Zittern eines Charakters anbelangt

 

That’s it.
Für Projekt 2 suche ich vielleicht noch 1,2 vertrauenswürdige und aktive Testleser, aber ansonsten werde ich die Zeit nutzen, die ich momentan noch habe. Und mit einem Gruß aus dem Sprachfundus der Fanfiction-Welt verabschiede ich mich, denn wie heißt es so schön: Don’t like, don’t read!

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4 Kommentare

  1. Kann man die Scheiß-Egal-Haltung irgendwo käuflich erwerben? Mein Blog möchte auch eine Portion.

    Weißt du, wie sehr ich deine Ehrlichkeit mag? Wenn man keinen Bock hat, dann hat man den eben nicht – ich hab heute morgen auch zum ersten Mal seit ewig meinen Twitter-Feed nicht gelesen, sondern einfach nach oben gescrollt.
    Dass ich abfärbe, freut mich allerdings. Dann kann ich ja jetzt im Gegenzug bei dir abgucken: zukünftig sollte ich vielleicht auch schon früher mal ein paar Testleser drüberlesen lassen.
    Wie viele Testleser hast du normalerweise so?

    Liebe Grüße

    1. Author

      Von dem Blog hängt ja mein Leben nicht ab. Daher ist die Scheißegal-Haltung recht einfach zu erhalten gewesen 😉

      Das Problem bei Testlesern ist einfach die Zeit. Wenn du jemanden hast, der das in deinem Tempo/mit deinen Feedbackwünschen erledigt, reicht einer; ansonsten muss man Abstriche in Kauf nehmen.
      Aktuell sind es 2, mehr oder weniger regelmäßig gibt es da ein Rückmeldung zu dem Kapitel – unterschiedlicher Art.
      Sind ja keine Betaleser (also lesen nicht Korrektur, sondern merken nur ab und zu meine häufig auftretenden Dativfehler oder seltener einen Zeitfehler an), müssen ab und zu nervige Fragen ertragen, gehen unterschiedlich heran (eine schreibt, einer nicht) …
      Ich habe es diesmal auch bewusst so früh gestartet und in dieser Art, weil Projekt #1 als Ganzes raus an die Alphaleser ging. Da war das Feedback sehr verhalten. Ich glaube, ich habe Ende Oktober herausgeschickt, bei einigen kam gar nichts mehr (auch auf Nachfrage), andere haben gemeint, sie schaffen es im März … tja. Da heißt es warten.

  2. Ach, ein bisschen Scheiß-Egal-Haltung ist wirklich nicht schlecht, zu viel Stress und Sorgen bringt niemandem weiter.

    Ich habe übrigens Papyrus inzwischen mal ausprobiert, aber so richtig wollte bei mir der Funken nicht überspringen. Das liegt vielleicht aber auch am Preis, der mit Sicherheit für den Funktionsumfang gerechtfertigt ist, aber für das bisschen, was ich schreibe, ist mir das dann doch etwas teuer.

    Mir geht das mit Schätzungen ja auch immer so. Bei meinem einen Projekt wollte ich ursprünglich mal bei 60.000 landen. Jetzt bin ich bei 75.000 und so etwas über halb durch meine Outline.

    1. Author

      Eben 🙂
      Deinen Eindruck von Papyrus kann ich nachvollziehen. Am Anfang war ich auch etwas überfordert, aber mittlerweile kommen wir gut miteinander klar – aber wenn man nur wenig schreibt, ist es vielleicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Wobei ich ja auch nicht viel schreibe … rein „outputmäßig“, sondern nur dauernd.

      Die Schätzung hat mich gestern wieder frustriert, weil ich wieder die üblichen Palaver von wegen Länge und der Akzeptanz durch Verlage gelesen habe. Klar, Selfpublishing ist auch eine Möglichkeit und, wenn man die vollkommene Kontrolle behalten will, das ideale Werkzeug, aber ein Buch ohne Lektorat auf die Leute loslassen?
      … wenn ich da die relativ günstigen 2 Euro so manchen kleinen Lektoratbüros ansetze, bin ich bei dem Projekt auch schon bei etwa 800 Euro, die ich investieren müsste und das ist dann schon … risky?
      (Und ich bin noch nicht mal bei der Hälfte der Outline!)

      Na ja, weiter Kürzungskandidaten markieren, wenn es einem nach einer gewissen Überlegungszeit doch kommt, dass man die Infos vielleicht anders „droppen“ kann (heute sind auch rund 800 Wörter erstmal rausgeflogen, bevor ich angefangen habe, zu schreiben).

      Aber mit 75000 liegst du doch gut, was für ein Genre ist es?

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