[Hausumbau 2017] Einleitungsworte und von den Plänen

Hausbau

[Hausumbau 2017] Einleitungsworte und von den Plänen

Wie einige bereits wissen, wird im Moment das Haus, in dem wir wohnen, umgebaut. Da dieses Thema für so manchen doch interessanter als anderes ist, möchte ich den Fortschritt des Hausumbaus in den Blogposts dieser Reihe „Hausumbau 2017“ gerne dokumentieren.

Ausgangssituation

Bei dem besagten Haus handelt es sich um ein vom Großvater der besseren Hälfte selbst gebautes Haus aus dem Jahre 1955. Wie damals üblich wurde mit allen gebaut, was man gefunden hat (gefühlt: Sand), alles ist ein wenig krumm und schief und die Fenster sind für heutige Verhältnisse eher klein bemessen. Das ist laut der besseren Hälfte übrigens mein subjektiver Eindruck, aber gut – ich bin es ja gewohnt, dass man mir das absprechen will. Auch die Farbwahl bei Tapeten und Bodenbelag sorgte in vielen Fällen dafür, dass die Räume eine unfreundliche, düstere Wirkung haben (brauner Teppich, braunes PVC; grüne, kleine Fliesen) – einige meiner ersten Aktionen als Mitbewohnerin damals war ja, die bessere Hälfte zum „Renovieren“ zu verdonnern (weiße Tapeten, helles Laminat und gelb gestrichene Türstöcke – Freude! – im ersten Stock).

Der erste Stock konnte eine eigene Wohneinheit darstellen, da es oben ebenfalls eine Küche (ohne Starkstrom) und ein Bad gab, was bis vor kurzem auch so gehandhabt wurde.

1965 gab es einen größeren Anbau im Osten, der aus einer Garage, zwei kleineren Räumen im Erdgeschoss und einem größeren Raum im 1. Stock (unser aktuelles Schlafzimmer) bestand.

Bisher bewohnten wir den ersten Stock (Küche/Bad/Wohnzimmer/Schlafzimmer/Arbeitszimmer und Flur). Das Erdgeschoss stand seit 2015 die meiste Zeit leer beziehungsweise diente als Abstellkammer, bis endlich klar war, wie es weitergehen sollte. Nun bewohnen wir es seit Ende 2016 ebenfalls.

Die Pläne

2016 ging es dann mit einem Architekten ans Pläne schmieden. Der ursprüngliche Gedanke betraf zwei Anbauten: zum einen sollte hinten ein Wintergarten angebaut werden; durch die Öffnung des Daches nach Süden hin sollte auch mein Arbeitszimmer heller und freundlicher werden. Zum anderen sollte zur Straße hin das Treppenhaus vergrößert werden (inklusive Fenster), damit im Treppenhaus endlich Tageslicht erhält und es einfacher wird, Einkäufe in den Keller zu tragen, da dort alles sehr beengt war. Aber schon bald zeigte sich, dass das alles nicht so einfach werden würde. Es galt, Abstandsflächen einzuhalten.

So wurde die Idee vom zweigeschossigen Anbau zur Straße hin zurückgestellt, da das Verhältnis von Kosten – ein richtiges Fundament wäre notwendig gewesen – zu Raumgewinn zu schlecht war. Also wurde folgendes geplant, eingereicht und nach ewig langer Zeit genehmigt:

  • ein ebenerdiger Anbau zur Straße hin, der uns eine größere Diele beschert
  • eine Dachgaube, um Licht in das Treppenhaus zu bringen
  • ein zweistöckiger Anbau nach Süden in der Art eines Wintergartens

Im Zuge dieser Anbauten wurde auch eine Änderung der Raumaufteilung innen beschlossen. So benötigen wir oben keine Küche mehr, da wir nun die untere Küche nutzen können. Die bisherige Küche oben soll nun ein größeres Badezimmer werden, da es bisher nur zwei äußerst kleine Badezimmer gibt. Da ein Badezimmer mit zwei Türen allerdings dämlich ist, muss einer der Durchgänge – der in das Arbeitszimmer – zugemauert werden, während im gleichen Zug ein neuer Durchbruch in das Arbeitszimmer gemacht werden muss, damit man dort überhaupt noch hineinkommt. Das betrifft dann wiederum das jetzige obere Wohnzimmer. Das alte Badezimmer wird zu einem Abstellraum oder ähnlichem.

Im Zuge dessen soll auch das Dach gemacht werden, damit uns arme (ungarische und manchmal auch sehr suspekte) Handwerker auf der Suche nach Arbeit nicht andauernd rausklingeln müssen, um uns mitzuteilen, dass das Dach gemacht werden sollte.

Aktuelles

Der Bau ist nun schon einige Wochen im Gange und gerade sind die Zimmerer dabei, das Dach zu machen. Die Giebel von Anbau und Dachgaube stehen. Unsere Klingel funktioniert seit Wochen nicht, aber die Pizza-Lieferdienste sowie die Postboten haben es verstanden. Der Durchbruch zwischen Anbau und Arbeitszimmer ist halb gemacht. Unser Seitenstreifen-Beet erholt sich langsam von den zwei Metern Erdreich, die auf ihm abgeladen wurden. Im Verlauf der Bauarbeiten gab es immer wieder kleinere Ideen, die aufgekommen sind, wie etwa eine Wandöffnung zwischen Küche und Esszimmer oder eine „Liege“ im Dach, aber da wird sich zeigen, was wir letztendlich machen. Unsere Meerschweinchen und Kaninchen vermissen das frische Gras aus dem Garten. Der Staubsauger hält noch durch – Motivation zu saugen gibt es allerdings keine (auch wenn die bessere Hälfte nun behaupten wird, dass die nie existiert hat), denn es kommt dauernd was nach …

 

Habt ihr schon einmal einem größeren Umbau-Projekt beigewohnt?
Oder seid ihr doch eher der kleine Do-it-yourself-Typ, der aus Klopapierrollen eine chinesische Umkleide ins Schlafzimmer bastelt, um das NEW!-Feeling zu bekommen?

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7 Kommentare

  1. Coolio, danke für den zusammengefassten Einblick in den Hausumbau.

    Ich bin ja gespannt, wie das alles fertig aussieht.
    Vor allem vorne beim Hauseingang,… Du hast mir ja die Zeichnungen gezeigt und die fand ich nicht so schön.

    Ich hab bisher nur eine Terrasse gebaut.

    1. Author

      Das bin ich auch.
      Ja, vorne hat halt das mit den Abstandsflächen nicht hingehauen, wäre echt schön für Raumgewinn gewesen (Treppenhaus größer, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst – steile, dunkle Treppe eben, der Treppenbauer, der schon zum Anschauen da war, hat ziemlich unglücklich ausgeschaut) und dann wäre die Aufteilung oben sicher auch etwas anders geworden.
      Aber nun gut … das aktuellste Bild von vorne kennst du ja, man erahnt langsam, wie es mal aussehen soll 😀
      … und von innen schicke ich auch gleich mal ein Bild über den Äther.

  2. Oh wow, da ist ja richtig was los auf eurer Baustelle! Ich bin sehr gespannt, wie das später aussieht, es liest sich ja alles sehr durchdacht und spannend. 🙂 Musstet ihr den Umbau eigentlich vom Bauamt genehmigen lassen?

    Wir haben auch ewig überlegt, ob wir nicht ein altes Haus kaufen und es unseren Wünschen entsprechend umbauen. Aber der Neubau-Gedanke ist tatsächlich präsenter in meinem Kopf. 😀 Wenn wir schon ein passendes Haus hätten, fände ich einen Umbau aber auch sehr spannend.

    1. Author

      Ja, das musste genehmigt werden, alles andere hätte mich bei der Größe verwundert. Gibt ja Dinge, die man genehmigen lassen muss, und welche, bei denen es nicht notwendig ist. Ich denke, man sollte sich auf jeden Fall vorher informieren. Wir mussten vor der Genehmigung auch von allen Nachbarn (sogar von der, der die Brachfläche hinter dem Haus gehört) die Unterschrift einholen, dass sie einverstanden sind; das hatte ich eigentlich als größte Schwierigkeit angesehen, man hört ja immer dann von Nachbarschaftsstreitereien wegen Kleinigkeiten, aber ging auch problemlos.

      Das mit dem Neubau-Gedanken kann ich total nachvollziehen.
      Die Krux ist nämlich „passendes Haus“, den Wünschen entsprechend kann scheitern (in unserem Fall: Stichwort Abstandsflächen) und vermutlich kann man für den Preis des Umbaus auch gleich neu bauen, aber das ist hier auch so eine Mentalitätssache gewesen. Von daher machen wir einfach das Beste daraus … ^^




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